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On-Premise

Definition

Software und KI-Systeme, die auf eigener Infrastruktur im Unternehmen betrieben werden.

Was On-Premise genau ist

On-Premise (auch On-Prem) bezeichnet den Betrieb von Software und KI-Systemen auf der eigenen IT-Infrastruktur eines Unternehmens, im Gegensatz zur Cloud. Alle Daten und Prozesse verbleiben im eigenen Netzwerk, und das Unternehmen behält die volle Kontrolle über Hardware, Software und Daten. Im KI-Kontext bedeutet On-Premise, dass KI-Modelle auf eigenen Servern mit eigenen GPUs laufen. Die Latenz ist gering, die Bandbreite unlimitiert und die Datensouveränität maximal. Keine Anfrage verlasst jemals das Firmennetzwerk.

So funktioniert es

Beim On-Premise-Betrieb von KI installierst du einen KI-Server in deinem eigenen Rechenzentrum oder Serverraum. Dieser Server enthält eine oder mehrere GPUs (z. B. NVIDIA A100 oder RTX 4090) und führt das KI-Modell lokal aus. Anfragen von Mitarbeitern werden über das interne Netzwerk an den Server geschickt und dort verarbeitet. Die Antwort geht zurück, ohne dass Daten das Unternehmensnetzwerk verlassen. Software wie Ollama, vLLM oder LocalAI stellt eine API bereit, über die andere Systeme das Modell nutzen können.

Was das für dein Unternehmen bedeutet

On-Premise-KI ist die konsequenteste Form der Datensouveränität. Für Unternehmen mit strengen Compliance-Anforderungen, Berufsgeheimnispflichten oder sensiblen Kundendaten ist es oft die einzige Option. Die Investition in eigene Hardware amortisiert sich bei intensiver Nutzung schnell gegenüber laufenden Cloud-Kosten. Ab ca. 5.000 KI-Anfragen pro Tag ist On-Premise in der Regel günstiger als Cloud-Dienste. Zudem bist du unabhängig von Internetverfügbarkeit und Anbieter-Ausfällen.

Beispiele aus der Praxis

  • KI-Server im eigenen Serverraum mit NVIDIA-GPUs
  • Firmeninterne Wissensdatenbank ohne Cloud-Anbindung
  • Kompletter KI-Stack auf dedizierter Hardware
  • Arztpraxis mit lokaler KI-Dokumentation ohne Cloud-Übertragung
  • Fertigungsbetrieb mit KI-Qualitätskontrolle direkt an der Produktionslinie

Vorteile und Grenzen

Das spricht dafür

  • Maximale Datensouveränität -- keine Daten verlassen das Unternehmen
  • Keine laufenden Token- oder API-Kosten
  • Unabhängigkeit von Internet-Verfügbarkeit und Cloud-Anbietern
  • Niedrige Latenz für Echtzeit-Anwendungen
  • Volle Kontrolle über Updates, Versionen und Konfiguration

Das solltest du einplanen

  • Hohe Anfangsinvestition in Hardware (ab ca. 5.000 EUR für einfache Setups)
  • Eigenes IT-Know-how für Betrieb und Wartung erforderlich
  • Skalierung bei stark wachsendem Bedarf aufwendiger als in der Cloud
  • Hardware-Veralterung -- regelmäßige Erneuerung nötig

Quellen

Häufige Fragen zu On-Premise.

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Ab wann lohnt sich On-Premise KI gegenüber Cloud?

Als Faustregel: Ab ca. 5.000 KI-Anfragen pro Tag oder bei sensiblen Daten, die nicht in die Cloud duerfen. Bei Cloud-Kosten von über 500 EUR pro Monat lohnt sich oft die Investition in eigene Hardware, die sich in 6-12 Monaten amortisiert.

Welche Hardware brauche ich für On-Premise KI?

Für kleine Modelle reicht eine NVIDIA RTX 4060 (ab ca. 300 EUR). Für mittlere Modelle (7-13B Parameter) empfiehlt sich eine RTX 4090 (ca. 1.800 EUR). Für grosse Modelle (70B+) brauchst du Server-GPUs oder mehrere Consumer-GPUs. Ein komplettes Setup kostet zwischen 3.000 und 30.000 EUR.

Brauche ich einen eigenen Serverraum?

Nicht unbedingt. Kleine KI-Setups können in einem normalen Büroraum betrieben werden. Für größere Installationen mit mehreren GPUs sind aber Klimatisierung und unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtig. Alternativ kannst du einen Colocation-Dienst nutzen.

Kann ich On-Premise und Cloud gleichzeitig nutzen?

Ja, hybride Ansätze sind verbreitet. Sensible Daten verarbeitest du On-Premise, weniger kritische Aufgaben oder Lastspitzen lagerst du in die Cloud aus. So kombinierst du Datensouveränität mit Flexibilität.

Wer kuemmert sich um die Wartung der On-Premise-KI?

Im Idealfall hast du einen technisch versierten Mitarbeiter, der sich um Updates und Monitoring kuemmert. Der Aufwand ist bei stabilen Setups gering (wenige Stunden pro Monat). Alternativ bieten spezialisierte Dienstleister Managed-On-Premise-Services an.

Wie relevant ist On-Premise für dich?

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