Was ist eine KI-Wissensdatenbank für Unternehmen?
Eine Software, die über deine vorhandenen Dokumente gelegt wird und Fragen in normaler Sprache beantwortet. Sie sucht die passende Stelle in Handbüchern, Verträgen, Projekten, Angeboten und Protokollen, formuliert daraus eine Antwort und zeigt die Fundstelle mit. Sie ersetzt keine Recherche und keine fachliche Entscheidung, sie kürzt die Suche ab.
Verlassen meine Firmendaten dabei das Haus?
Bei den beiden üblichen Stufen ja, und diese Entscheidung triffst du bewusst. In der üblichen Variante liegen deine Dokumente und der Suchindex in einem Speicher auf europäischen Servern, und nur der zur Frage passende Textausschnitt geht an das Sprachmodell. Wir wählen dafür Anbieter, die die Verarbeitung in der EU und den Verzicht auf Training mit deinen Inhalten vertraglich zusichern, und halten es im Auftragsverarbeitungsvertrag fest. Sitzt der Anbieter außerhalb Europas, prüfen wir zusätzlich, ob ein Zugriff aus einem Drittland möglich ist, denn schon das gilt als Übermittlung nach Artikel 44 und folgende DSGVO. Wer auch den Modellanbieter in Europa haben will, lässt das Modell bei einem europäischen Betreiber laufen. Wirklich im Haus bleiben die Daten nur, wenn das Modell auf deiner eigenen Hardware läuft. Wir legen vor dem Start schriftlich fest, was wohin geht.
Wann lohnt sich eine lokale KI-Wissensdatenbank wirklich?
Wenn eine Vorgabe den Betrieb im eigenen Haus verlangt oder die Unterlagen so heikel sind, dass schon ein einzelner Textausschnitt nicht nach außen darf. Dann ist ein lokales Modell die richtige Wahl, und man kauft sich diese Sicherheit mit langsameren und fachlich schwächeren Antworten sowie mit dem Aufwand, die Hardware zu betreiben und aktuell zu halten. Wer sich nur besser fühlen will, zahlt dafür ohne Gegenwert.
Wie baue ich eine eigene KI-Wissensdatenbank auf?
In fünf Schritten: festlegen, welche Sorte Frage sie beantworten soll, die dazu passenden Quellen zusammentragen, die Zugriffsrechte vor dem ersten Import klären, Antworten immer mit Fundstelle ausgeben und vorher benennen, wer sie pflegt. Der aufwendigste Teil ist nicht die Technik, sondern die Entscheidung, welche Dokumente wirklich hineingehören und welche nicht.
Was gehört in eine Wissensdatenbank hinein?
Alles, wonach mehrmals gesucht wird und was schriftlich vorliegt: Handbücher und Arbeitsanweisungen, Verträge und Rahmenvereinbarungen, abgeschlossene Projekte samt Nachträgen, alte Angebote und Kalkulationen, Protokolle und Prüfberichte, wiederkehrende Mailverläufe. Gescanntes Papier braucht vorher eine Texterkennung. Nicht hinein gehören Unterlagen, deren Stand niemand mehr verantworten kann.
Sieht dann jeder Mitarbeiter alles?
Nein, und das ist der Punkt, den die meisten unterschätzen. Jedes Dokument bekommt seinen Kreis von Berechtigten, und die Antwort greift nur auf das zu, was der Fragende auch ohne KI öffnen dürfte. Wir richten das vor dem ersten Import ein, weil es sich nachträglich kaum sauber trennen lässt. Wo Personaldaten betroffen sind oder sich Leistung und Verhalten auswerten ließen, gehört das Vorhaben zusätzlich vor den Betriebsrat: § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG regelt die Mitbestimmung bei technischen Überwachungseinrichtungen, § 90 Absatz 1 Nummer 3 BetrVG die Unterrichtung über den Einsatz künstlicher Intelligenz und § 80 Absatz 3 BetrVG den Sachverständigen.
Woher weiß ich, ob die Antwort stimmt?
Weil jede Antwort Dokument, Abschnitt und Datum nennt und du mit einem Klick ins Original springst. Findet das System keine passende Stelle, sagt es das, statt etwas Plausibles zu formulieren. Damit bleibt die Prüfung möglich, und genau deshalb vertrauen Mitarbeiter dem System auch nach Monaten noch.
Was kostet eine KI-Wissensdatenbank?
Das hängt davon ab, wie viele Quellen angebunden werden, in welchem Zustand die Dokumente sind und wie fein die Rechte getrennt werden müssen. Deshalb steht hier keine Pauschale. Auf der Seite Investition steht die einzige Aussage, die wir vorab treffen: Ein erstes abgegrenztes Vorhaben startet ab 4.500 € netto. Nach dem kostenlosen Analysegespräch bekommst du eine feste Spanne für den nächsten Schritt, laufende Kosten für Server und Modelle eingerechnet.