Was ist KI-gestützte Angebotserstellung?
Ein Ablauf, bei dem aus einer freien Aufnahme ein Angebotsentwurf entsteht: Sprachnotiz, Foto oder Aufmaßblatt werden zu einem Leistungsverzeichnis, Positionen und Preise schlägt die KI aus deinem eigenen Bestand vor, der Begleittext kommt aus deinen Bausteinen. Der Entwurf geht dann an einen Menschen, der kalkuliert, prüft und freigibt. Ersetzt wird das Zusammensuchen, nicht die Entscheidung.
Wie funktioniert KI-Angebotserstellung im Handwerk konkret?
Du sprichst nach dem Ortstermin auf, was gemacht werden soll, und fotografierst das Aufmaßblatt. Daraus entsteht eine gegliederte Positionsliste mit Mengen. Zu jeder Position schlägt das System eine Formulierung und einen Einheitspreis aus einem früheren Angebot vor und zeigt, aus welchem. Unklare Stellen stehen als offene Fragen oben. Du ergänzt Zuschläge und Risiko, gibst frei, und das Nachfassen läuft danach automatisch.
Kann ein KI-Agent die Angebotserstellung komplett übernehmen?
Nein, und wir bauen das auch nicht so. Ein Angebot ist nach § 145 BGB eine bindende Willenserklärung: Nimmt der Kunde an, steht der Vertrag zu diesen Preisen. Deshalb gibt es bei uns immer einen Haltepunkt, an dem ein Mensch freigibt, bevor etwas hinausgeht. Was ein Agent gut kann, ist der Weg bis dahin: aufnehmen, zuordnen, vorschlagen, erinnern.
Woher nimmt die KI die Preise?
Aus deinem Bestand: Preisliste, Lieferantenkataloge und deine früheren Angebote. Zu jedem Vorschlag steht dabei, woher der Wert stammt und von wann er ist. Wo nichts vorliegt, bleibt das Feld leer und wird markiert, statt gefüllt zu werden. Marktpreise aus dem Internet oder geschätzte Werte kommen nicht in ein Angebot, das dich bindet.
Was ist der Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Festpreis?
Ein Festpreis steht. Ein Kostenanschlag nach § 649 BGB ist eine Schätzung, für deren Richtigkeit du keine Gewähr übernommen hast. Zeigt sich, dass das Werk nur mit einer wesentlichen Überschreitung ausführbar ist, kann der Besteller kündigen, und du musst die Überschreitung nach Absatz 2 unverzüglich anzeigen. Eine feste Prozentgrenze nennt das Gesetz nicht. Für deinen Fall entscheidet dein Anwalt, das hier ist keine Rechtsberatung.
Funktioniert das auch für Handel und Industrie?
Ja, das Muster ist dasselbe. Im Handel geht es um Anfragen mit wechselnden Stücklisten, Staffelpreisen und Lieferzeiten, in der Industrie um Anfragen mit Zeichnungen, Varianten und Rüstzeiten. Der Unterschied liegt darin, wo die Preise liegen und wie viele Ausnahmen es gibt. Im Handwerk ist der Hebel meist am größten, weil die Ausarbeitung dort nach Feierabend passiert.
Was kostet KI-Angebotserstellung?
Das hängt davon ab, wie viele Systeme beteiligt sind, in welchem Zustand deine alten Angebote und Preislisten sind und wie viele Ausnahmen der Ablauf kennt. Deshalb steht hier keine Pauschale. Auf der Seite Investition steht die einzige Aussage, die wir vorab treffen: Es geht ab einem mittleren vierstelligen Bereich los. Nach dem kostenlosen KI-Ready-Check bekommst du eine feste Spanne für den nächsten Schritt, laufende Kosten für Server und Modelle eingerechnet.