Welche KI-Agentur baut für Steuerkanzleien?
gerlinger.ai baut KI-Lösungen für Firmen mit 10 bis 100 Mitarbeitern, die keine eigene IT haben, auch für Steuerkanzleien. Unser Sitz ist in Backnang im Rems-Murr-Kreis. Beratung und Umsetzung kommen aus einer Hand: Dieselbe Person nimmt den Ablauf auf und baut danach die Lösung. Öffentliche Referenzen aus der Steuerberatung haben wir noch nicht.
Darf eine Steuerkanzlei überhaupt einen externen KI-Dienstleister einbinden?
Ja, das Berufsrecht sieht diesen Fall ausdrücklich vor. § 62a StBerG erlaubt die Einbindung von Dienstleistern, verlangt dafür aber nach Absatz 3 einen Vertrag in Textform: Der Dienstleister wird unter Belehrung über die strafrechtlichen Folgen zur Verschwiegenheit verpflichtet, er darf sich nur so weit Kenntnis verschaffen, wie es zur Vertragserfüllung nötig ist, und es muss geregelt sein, ob er weitere Personen heranziehen darf. Für Dienstleistungen, die unmittelbar einem einzelnen Mandat dienen, kommt nach Absatz 5 die Einwilligung des Mandanten dazu, und ein Dienstleister im Ausland ist nach Absatz 4 nur zulässig, wenn der Schutz der Geheimnisse dort dem Schutz im Inland vergleichbar ist. Wie es in deinem Fall aussieht, klärst du mit deinem Berufsrechtler.
Reicht ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO aus?
Für eine Kanzlei nicht allein. Die DSGVO regelt den Datenschutz, § 203 StGB regelt die strafbewehrte Verschwiegenheit, und § 62a StBerG regelt, was im Vertrag mit dem Dienstleister stehen muss. In der Praxis heißt das: Auftragsverarbeitungsvertrag und Verschwiegenheitsvereinbarung nebeneinander, dazu eine schriftliche Festlegung, welche Daten das System überhaupt sieht.
Wo liegen die Mandantendaten?
Wo möglich, wählen wir Anbieter mit Verarbeitung in der EU. Kann ein Anbieter Daten außerhalb der EU verarbeiten, sagen wir das vor dem Start und nennen die Rechtsgrundlage, etwa das EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln. Unterauftragnehmer legen wir ebenfalls vorher offen, denn schon ein Zugriff aus einem Drittland ist eine Übermittlung nach Artikel 44 ff. DSGVO. Wo es nötig ist, läuft die KI auch direkt bei dir im Haus. Vor dem Start legen wir fest, welche Daten die KI sehen darf, und dokumentieren das für deine Verfahrensdokumentation und deine Datenschutzerklärung.
Prüft die KI am Ende selbst?
Nein. Jedes Ergebnis geht als Vorschlag an einen Menschen, der es prüft und freigibt. Die fachliche Verantwortung bleibt beim Berufsträger, und die Systeme sind so gebaut, dass sie das sichtbar machen: unklare Belege werden markiert und nie stillschweigend gebucht, und jede Antwort aus der Wissensdatenbank zeigt dazu die Fundstelle.
Ab welcher Kanzleigröße lohnt sich das?
Entscheidend ist, wie oft ein Ablauf vorkommt. Die Zahl der Mitarbeiter ist zweitrangig. Ein Beispiel: Eine Kanzlei mit sechs Mitarbeitern, die jeden Monat für achtzig Mandanten Belege nachfordert, hat einen größeren Hebel als eine Kanzlei mit vierzig Mitarbeitern und wenigen großen Mandaten. Im Analysegespräch rechnen wir das an deinen Zahlen durch.
Was kostet KI für eine Steuerkanzlei?
Das hängt davon ab, wie viele Systeme beteiligt sind, in welchem Zustand die Daten sind und wie viele Ausnahmen der Ablauf kennt. Deshalb steht hier keine Pauschale. Nach dem kostenlosen Analysegespräch bekommst du eine feste Spanne für den ersten Schritt, laufende Kosten für Server und Modelle eingerechnet.