Welche KI-Tools sind für Kanzleien sinnvoll?
Vier Bausteine decken die meiste Handarbeit ab: eine Automation für den Posteingang, eine Dokumentenerkennung für Scans und Konvolute, eine Wissensdatenbank über die eigenen Akten und ein Telefonassistent für die Zeit im Termin. Juristische Recherche in Gesetzen und Rechtsprechung leisten die Fachdatenbanken deiner Wahl, dafür bauen wir nichts nach.
Darf eine Kanzlei einen externen KI-Dienstleister einbinden?
Ja, § 43e der Bundesrechtsanwaltsordnung sieht das ausdrücklich vor. Der Vertrag braucht Textform. Darin wird der Dienstleister unter Belehrung über die strafrechtlichen Folgen zur Verschwiegenheit verpflichtet, er darf sich nur so weit Kenntnis von Geheimnissen verschaffen, wie es zur Vertragserfüllung erforderlich ist, und es muss festgelegt sein, ob er weitere Personen heranziehen darf. Wird die Dienstleistung im Ausland erbracht, verlangt Absatz 4 einen dem Inland vergleichbaren Schutz der Geheimnisse.
Ist KI in der Kanzlei nach dem EU AI Act ein Hochrisiko-System?
In aller Regel nicht. Anhang III Nummer 8 Buchstabe a der Verordnung (EU) 2024/1689 erfasst Systeme, die von einer oder im Namen einer Justizbehörde genutzt werden, um bei der Ermittlung und Auslegung von Sachverhalten und Rechtsvorschriften zu unterstützen. Eine Kanzlei, die KI für eigene Mandate einsetzt, fällt darunter normalerweise nicht. Was für jeden Betreiber gilt, ist Artikel 4: ausreichende KI-Kompetenz beim Personal, und zwar seit dem 2. Februar 2025.
Wo liegen die Mandantsdaten?
Wir bauen die Lösungen so, dass sie auf europäischen Servern laufen und Daten die EU nicht verlassen. Wo eine Kanzlei enger fahren will, ist auch ein Betrieb im eigenen Haus möglich. Vor dem Start legen wir schriftlich fest, welche Daten das System überhaupt sieht, wie lange sie bleiben und wie die Kanzlei jederzeit wieder herauskommt.
Übernimmt die KI die Fristenkontrolle?
Nein. Ein Ablauf kann hervorheben, dass ein Dokument eine Frist auslösen könnte, und den Vorgang der richtigen Akte zuordnen. Eingetragen, geprüft und verantwortet wird die Frist weiter von einem Menschen. Alles andere wäre für eine Kanzlei ein unnötiges Risiko, und kein Zeitgewinn wäre das wert.
Ab welcher Kanzleigröße lohnt sich das?
Entscheidend ist nicht die Zahl der Berufsträger, sondern wie oft ein Ablauf vorkommt. Nach der Erhebung STAR 2025 der Bundesrechtsanwaltskammer hatten 48,9 Prozent der Kanzleien genau einen tätigen Rechtsanwalt. Gerade dort zählt jede Stunde, die nicht in die Vorsichtung geht. Im KI-Ready-Check rechnen wir das an deinen Zahlen durch.
Was kostet KI für eine Kanzlei?
Das hängt davon ab, wie viele Systeme beteiligt sind, in welchem Zustand die Daten sind und wie viele Ausnahmen der Ablauf kennt. Deshalb steht hier keine Pauschale. Auf der Seite Investition steht die einzige Aussage, die wir vorab treffen: Es geht ab einem mittleren vierstelligen Bereich los. Nach dem kostenlosen KI-Ready-Check bekommst du eine feste Spanne für den nächsten Schritt, laufende Kosten für Server und Modelle eingerechnet.