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RAG (Retrieval-Augmented Generation)

Definition

KI-Technik, die eigene Unternehmensdaten in die Antwort einbezieht.

Was RAG (Retrieval-Augmented Generation) genau ist

RAG (Retrieval-Augmented Generation) ist eine Technik, bei der ein KI-Modell vor der Antwortgenerierung relevante Informationen aus einer externen Wissensbasis abruft. So kann die KI auf aktuelle, unternehmensspezifische Daten zugreifen, ohne neu trainiert werden zu müssen. Das Prinzip: Die KI erhält nicht nur deine Frage, sondern auch die relevantesten Textpassagen aus deinen Dokumenten als Kontext. Dadurch antwortet sie auf Basis deines Unternehmenswissens statt nur auf Basis ihres allgemeinen Trainings. RAG ist die meistgenutzte Methode, um KI-Systeme mit firmeneigenen Daten zu verbinden.

So funktioniert es

RAG funktioniert in drei Schritten: Zuerst werden deine Dokumente (Handbücher, Verträge, Protokolle) in kleine Textabschnitte zerlegt und als mathematische Vektoren (Embeddings) in einer Vektordatenbank gespeichert. Wenn ein Mitarbeiter eine Frage stellt, wird diese ebenfalls in einen Vektor umgewandelt und die ähnlichsten Dokumentenabschnitte werden aus der Datenbank abgerufen (Retrieval). Diese relevanten Textpassagen werden zusammen mit der urspruenglichen Frage an das Sprachmodell uebergeben, das daraus eine präzise Antwort generiert (Generation) -- oft mit Quellenangabe.

Was das für dein Unternehmen bedeutet

RAG ist die wichtigste Technik für firmeninterne Wissensassistenten und der häufigste KI-Anwendungsfall im Mittelstand. Deine Mitarbeiter können Fragen an die gesamte Wissensbasis stellen (Handbücher, Verträge, Protokolle, Anleitungen) und erhalten präzise Antworten mit Quellenangabe. Kein aufwendiges Modell-Training nötig -- du fuetterst die KI einfach mit deinen bestehenden Dokumenten. Neue Dokumente können jederzeit hinzugefuegt werden und sind sofort in der Wissensbasis verfügbar.

Beispiele aus der Praxis

  • Wissensassistent, der Produkthandbuecher durchsucht
  • HR-Bot, der Fragen zur Betriebsvereinbarung beantwortet
  • Juristischer Assistent, der Verträge analysiert
  • Technischer Support-Bot mit Zugriff auf die gesamte Wartungsdokumentation
  • Onboarding-Assistent, der neuen Mitarbeitern Fragen zu internen Prozessen beantwortet

Vorteile und Grenzen

Das spricht dafür

  • Kein teures Modell-Training nötig -- bestehende Dokumente werden direkt genutzt
  • Antworten basieren auf deinen echten Unternehmensdaten mit Quellennachweis
  • Wissensbasis lässt sich jederzeit aktualisieren, ohne das Modell neu zu trainieren
  • Reduziert Halluzinationen deutlich, da die KI auf reale Dokumente verweist
  • Kombinierbar mit jedem Sprachmodell (Cloud oder lokal)

Das solltest du einplanen

  • Qualität der Antworten hängt stark von der Qualität der Quelldokumente ab
  • Einrichtung der Vektordatenbank und Dokumentenverarbeitung erfordert initiales Setup
  • Bei sehr grossen Dokumentensammlungen kann die Retrieval-Genauigkeit sinken
  • Komplexe Fragen, die Informationen aus vielen verschiedenen Dokumenten kombinieren, sind herausfordernd

Quellen

Häufige Fragen zu RAG (Retrieval-Augmented Generation).

Deine Frage fehlt? Schreib uns, wir antworten innerhalb eines Werktags.

Welche Dokumente kann ich für RAG verwenden?

Grundsaetzlich alle textbasierten Dokumente: PDFs, Word-Dateien, PowerPoint-Praesentationen, E-Mails, Wiki-Seiten, Confluence-Artikel und mehr. Auch Webseiten und Datenbank-Inhalte können eingebunden werden. Reine Bilddateien müssen erst per OCR in Text umgewandelt werden.

Wie aktuell sind die Antworten eines RAG-Systems?

So aktuell wie deine Dokumente. Wenn du ein neues Handbuch in die Wissensbasis laeadst, steht es sofort für Anfragen zur Verfuegung. Die meisten RAG-Systeme können automatisch neue und geänderte Dokumente erkennen und indexieren.

Kann RAG auch mit vertraulichen Dokumenten umgehen?

Ja, besonders wenn du RAG mit einer lokalen KI kombinierst. Dann verlassen deine Dokumente nie das Unternehmensnetzwerk. Zusätzlich kannst du Zugriffsrechte definieren, sodass jeder Mitarbeiter nur auf die Dokumente zugreifen kann, die er sehen darf.

Was kostet ein RAG-System für den Mittelstand?

Ein einfaches RAG-Setup mit Cloud-KI kostet ab ca. 500 EUR für die Einrichtung plus laufende API-Kosten (ca. 50-200 EUR/Monat). Eine lokale Lösung erfordert Hardware (ab ca. 3.000 EUR) und Einrichtung (ca. 2.000-5.000 EUR), hat dann aber keine laufenden Kosten.

Wie unterscheidet sich RAG von Feintuning?

Bei RAG gibst du der KI deine Dokumente als Kontext -- das Modell selbst wird nicht verändert. Beim Feintuning trainierst du das Modell mit deinen Daten, sodass es das Wissen verinnerlicht. RAG ist flexibler, aktueller und günstiger. Feintuning ist besser für spezifischen Sprachstil oder Fachvokabular.

Wie relevant ist RAG (Retrieval-Augmented Generation) für dich?

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