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  1. Lexikon
  2. YOLO (Objekterkennung)

YOLO (Objekterkennung)

Schnelle KI-Bildanalyse, die Objekte in Echtzeit erkennt und klassifiziert.

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Echtzeit-Kamerabild mit violett leuchtenden Erkennungsrahmen um verschiedene Objekte

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ✓YOLO ist der Standard für Echtzeit-Objekterkennung in industriellen Anwendungen
  • ✓Als Open-Source-Modell ist es kostenlos und kann lokal ohne Cloud betrieben werden
  • ✓Mit 50 bis 200 annotierten Bildern pro Klasse lässt sich ein eigener Detektor trainieren
  • ✓Die Kombination aus Kamera, GPU und YOLO schafft ein kostengünstiges Qualitätskontrollsystem
  • ✓YOLOv8 von Ultralytics bietet den einfachsten Einstieg mit umfangreicher Dokumentation

Definition

YOLO (You Only Look Once) ist ein KI-Modell für Echtzeit-Objekterkennung in Bildern und Videos. Es erkennt und lokalisiert mehrere Objekte in einem einzigen Durchlauf, daher der Name. YOLO ist besonders schnell und eignet sich für Anwendungen, bei denen Geschwindigkeit wichtig ist: Videoüberwachung, Qualitätskontrolle am Fließband, autonome Systeme. Im Vergleich zu älteren Ansätzen, die ein Bild mehrfach durchlaufen müssen, verarbeitet YOLO das gesamte Bild in einem Schritt und erreicht so Geschwindigkeiten von über 100 Bildern pro Sekunde. Die aktuelle Version YOLOv8 von Ultralytics bietet state-of-the-art Erkennungsqualität bei gleichzeitig einfacher Nutzung.

YOLO (Objekterkennung): So funktioniert's

YOLO teilt ein Eingabebild in ein Raster aus Zellen auf. Für jede Zelle sagt das Modell gleichzeitig voraus, ob ein Objekt vorhanden ist, wo genau es sich befindet (Bounding Box) und um welche Objektklasse es sich handelt. Das geschieht in einem einzigen Durchlauf durch das neuronale Netz, daher die hohe Geschwindigkeit. Anschließend werden überlappende Erkennungen per Non-Maximum-Suppression zusammengeführt. Das Modell kann auf eigene Objektklassen trainiert werden: Mit 50 bis 200 annotierten Beispielbildern pro Klasse lässt sich ein zuverlässiger Detektor für unternehmensspezifische Anwendungen erstellen.

Relevanz für dein Unternehmen

YOLO eignet sich besonders für produzierende Unternehmen: Echtzeit-Qualitätskontrolle am Fließband, Zählung von Produkten auf Paletten, Sicherheitsüberwachung in Lagerhallen. Als Open-Source-Modell ist es kostenlos verfügbar und kann lokal betrieben werden, ideal für datenschutzsensible Produktionsumgebungen. Die niedrige Einstiegshürde macht YOLO auch für den Mittelstand attraktiv: Mit einer Standard-Industriekamera und einem PC mit GPU lässt sich in kurzer Zeit ein funktionierendes Erkennungssystem aufbauen, das Fehlerquoten senkt und Prozesse beschleunigt.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • +Echtzeit-Verarbeitung mit über 100 Bildern pro Sekunde auf aktueller Hardware
  • +Open Source und kostenlos nutzbar, aktive Community mit regelmäßigen Updates
  • +Einfaches Training auf eigene Objektklassen mit wenigen Beispielbildern
  • +Lokal betreibbar ohne Cloud-Anbindung, ideal für Produktionsumgebungen
  • +Vielseitig einsetzbar: von der Qualitätskontrolle bis zur Sicherheitsüberwachung

Nachteile / Grenzen

  • −Erkennung sehr kleiner Objekte in hochaufgelösten Bildern kann schwierig sein
  • −Training eigener Modelle erfordert annotierte Bilder, die manuell erstellt werden müssen
  • −GPU-Hardware für Training und schnelle Inferenz notwendig
  • −Leistung sinkt bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder ungewöhnlichen Blickwinkeln

Praxisbeispiele

  • 1Echtzeit-Fehlererkennung auf dem Fließband per Kamera
  • 2Automatische Zählung von Waren auf Paletten
  • 3Schutzhelm-Erkennung in Produktionshallen
  • 4Erkennung von Oberflächendefekten an Werkstücken in der Qualitätssicherung
  • 5Automatische Inventarisierung von Lagerbeständen per Kamerasystem

Häufig gestellte Fragen

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Jannis Gerlinger

Über den Autor

Jannis Gerlinger

Geschäftsführer, JANGER GmbH

Jannis Gerlinger ist Geschäftsführer der JANGER GmbH. Seit über 15 Jahren entwickelt er digitale Lösungen, erst im UX/UI Design und E-Commerce, heute mit dem Fokus auf sichere KI-Systeme für den Mittelstand. Mit seiner TÜV-Zertifizierung in Verkaufspsychologie verbindet er technisches Know-how mit einem tiefen Verständnis für Geschäftsprozesse.

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