KI-Dienste, die über das Internet auf externen Servern betrieben werden.

Cloud-KI bezeichnet KI-Systeme und -Modelle, die auf Servern externer Anbieter (z. B. OpenAI, Google, Microsoft Azure) laufen und über das Internet genutzt werden. Der Nutzer sendet Daten an den Cloud-Dienst, der die KI-Verarbeitung durchführt und das Ergebnis zurückliefert. Cloud-KI bietet Zugriff auf leistungsfähige KI-Modelle ohne eigene Hardware-Investition. Die Abrechnung erfolgt meist nutzungsbasiert per Token oder API-Aufruf. Für den deutschen Mittelstand ist die Abwägung zwischen Cloud-KI und lokaler KI eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen beim KI-Einstieg.
Bei Cloud-KI sendest du deine Daten per API über eine verschlüsselte Internetverbindung an die Server des Anbieters. Dort verarbeitet ein KI-Modell die Anfrage auf leistungsstarker Hardware, meist GPUs in großen Rechenzentren. Das Ergebnis wird zurückgeschickt, typischerweise innerhalb weniger Sekunden. Die Modelle werden vom Anbieter gewartet, aktualisiert und skaliert. Du zahlst pro Nutzung, oft nach verarbeiteten Tokens (Textstücken) oder pro API-Aufruf. Die meisten Cloud-KI-Anbieter garantieren eine hohe Verfügbarkeit per SLA.
Cloud-KI bietet schnellen Einstieg ohne eigene Hardware, birgt aber Risiken: Daten verlassen das Unternehmen, laufende Kosten pro Nutzung (Token-basiert) und Abhängigkeit vom Anbieter. Für datensensible Branchen im deutschen Mittelstand ist lokale KI oft die bessere Wahl, oder eine Hybrid-Lösung. Andererseits bietet Cloud-KI Zugriff auf die leistungsfähigsten Modelle, die lokal kaum betreibbar wären, wie GPT-4 oder Claude. Eine pragmatische Strategie ist: Cloud-KI für unkritische Anwendungen, lokale KI für sensible Daten. Prüfe genau, welche Daten an externe Server geschickt werden und ob der Anbieter eine EU-Datenverarbeitung garantiert.
Jannis Gerlinger ist Geschäftsführer der JANGER GmbH. Seit über 15 Jahren entwickelt er digitale Lösungen, erst im UX/UI Design und E-Commerce, heute mit dem Fokus auf sichere KI-Systeme für den Mittelstand. Mit seiner TÜV-Zertifizierung in Verkaufspsychologie verbindet er technisches Know-how mit einem tiefen Verständnis für Geschäftsprozesse.
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